Sprachsalz 2026 – Gegenwart lesen

Sprachsalz 2026: Vom 11. bis 13. September lädt das renommierte Sprachsalz Literaturfestival erneut zum Fest des Lesens nach Kufstein: Zu Gast sind österreichische und internationale Stimmen aus Asien, Europa und den USA.

 

In einer Gegenwart, die selten um Geräuscharmut bemüht ist, setzt Sprachsalz auf andere Formen der Aufmerksamkeit: Auf Literatur, die genau hinsieht, die Zwischentöne wahrnimmt und auch Widersprüche aushält. Denn Literatur erklärt die Welt nicht im Schnellverfahren, sondern macht sie genauer, diverser und sicher oft unbequemer.

Das Festival bleibt seiner Linie treu: nationale und internationale Literatur, persönliche Begegnungen, Gespräche, Signierstunden und ein Programm, das bekannte Namen und Entdeckungen verbindet, bei freiem Eintritt. Dazu gehören auch 2026 der Sprachsalz-Abend am Samstag sowie Lesungen und eine Werkstatt rund ums Buch für Kinder in der KUBI-Bibliothek.

Im Zentrum des Programms steht mit Han Kang eine der großen Stimmen der Gegenwartsliteratur. Die südkoreanische Autorin wurde 2024 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Ihre leise, konzentrierte Prosa erzählt von (historischer) Gewalt, Erinnerung und davon, wie Verletzungen in Körpern, Familien und Gesellschaften weiterwirken.

Erste Autor*innen-Auswahl 2026

(vollständige Liste erscheint Mitte August)

 

· Fernando Aramburu (Spanien/Deutschland)

· Ralph Dutli (Schweiz/Deutschland)

· Regina Hilber (Österreich)

· Han Kang (Südkorea)

· Martin Piekar (Deutschland/Polen)

· Nell Zink (Deutschland/USA)

 

Fernando Aramburu (Spanien/Deutschland): 50 Jahre musste man warten, um den großen Roman über das Baskenland, die ETA, Terror und Separatismus lesen zu können – es war: Fernando Aramburus «Patria». Dieses gewaltige, in viele Sprachen übersetzte Epos des seit Langem in Hannover lebenden Romanciers kreist um Träume und Illusionen, Nationalismus, Schuld, Freundschaft, Liebe. Mit seinem neuen Roman «Fabula», fast ein Schelmenroman, knüpft Aramburu meisterhaft an seinen Bestseller an, weltweit über eine Million Mal verkauft und von HBO Europa als TV-Miniserie verfilmt.

Ralph Dutli (Schweiz/Deutschland): Wenn es einen wahrlich kosmopolitischen und polyglotten Autor der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gibt, dann ist er es – Ralph Dutli. Übersetzer des monumentalen Werks von Ossip Mandelstam, Marina Cvetaeva, Anna Achmatova und Iosif Brodskji wie auch französischer Lyrik des Mittelalters und der Renaissance. Dazu, daneben, davor: vielfach ausgezeichneter Lyriker, Romanautor, Essayist und Autor geistreicher Bücher über Olive, Honig und Gold. Von seiner Lieblingsdichterin Emily Dickinson zitiert er gern den Vers «True poems flee». Wie schön, dass er 2026 zu SPRACHSALZ nach Kufstein flieht!

Regina Hilber (Österreich): Roadtrip und Masken, Überschreibungen und erkenntnistheoretische Sprachstudien, Welt und Wald, Grenzen, Ränder und Filigranes – die literarische Welt Regina Hilbers, die lange in Zirl lebte und neben anderen Preisen und Stipendien 2009 mit dem Feldkircher Lyrikpreis ausgezeichnet wurde, ist weit und faszinierend. «California, Baby / ist ein Lichtmorgen / Hipstersong der deutschen Stadtnomaden».

Han Kang (Südkorea): Die Nobelpreisträgerin für Literatur – exklusiv bei SPRACHSALZ in Österreich und im süddeutschen Raum zu erleben! Han Kang wurde 2024 von der Schwedischen Akademie in Stockholm mit dem Literaturnobelpreis für «ihre intensive poetische Prosa» über historische Traumata und die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens ausgezeichnet. Ihre Bücher sind nie auftrumpfend, sie sind leise und intensiv, (nicht immer) schön und lebensverändernd. Han Kang beschreibt den Schrecken der Welt, die Gewalt in ihr und wie diese fortwirkt in den Lebenden und Überlebenden.

Martin Piekar (Deutschland/Polen): Geboren 1990, lebt in Frankfurt/Main und kam als Kind aus Polen nach Deutschland. Bekannt wurde er zunächst als Lyriker und erhielt 2012 beim Berliner Open Mike den Lyrikpreis. 2024 erhielt er bei den Tagen der Deutschsprachigen Literatur“ gleich zwei Preise sowie den Robert-Gernhardt-Preis. Sein im Mai 2026 erschienener Debütroman «Vom Fällen eines Stammbaums» erzählt von Migration, Familie, Fürsorge und den Rissen, die durch Lebensgeschichten gehen. Piekar ist zudem ein Vorleser von seltener Energie. Wer ihm zuhört, merkt schnell, dass Literatur nicht auf dem Papier sitzen bleiben muss, sondern durch Mark und Bein geht.

Nell Zink (USA/Deutschland): Die seit 25 Jahren im ostdeutschen Bundesland Brandenburg lebende, vielgelesene amerikanische Erzählerin Nell Zink veröffentlichte ihr Debüt erst im Alter von 50 Jahren – und zählt heute zu den wichtigsten US-Autorinnen der Gegenwart. Ihr jüngster Roman «Sister Europe» ist ein abseitig lustiges wie enorm kluges Berlin-Panorama mit spitz treffenden Dialogen über Einsamkeit und Liebessucher*innen und stand 2025 auf Platz 1 der SWR-Bestenliste. «Die Zeit» (Hamburg): «Ein Riesenvergnügen.»

 

Wir freuen uns schon, das Sprachsalz-Team: Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Magdalena Kauz, Ulrike Wörner, Max Hafele, Alexander Kluy, Klaus Klein

Für die Presse: Magdalena Kauz und Ulrike Häser, [email protected], Social Media: Daniel Homolka


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ERSTE AUTOR*INNENLISTE:  (ganze Liste folgt im August)

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Unser Fotoprojekt von 2025 von Yves Noir und Marko Kerler (Gedichte) finden Sie hier.


Wir empfehlen Ihnen in Kufstein wärmstens die Hotels unserer Hauptsponsor*innen, wo auch unsere Autor*innen nächtigen: Arte Hotel Kufstein, Platzhirsch. Hotel Löwen