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ÜBER DIE ABGRÜNDE DES ZWISCHENMENSCHLICHEN

A. L: Kennedy und Brigitte Zeh
A. L: Kennedy und Brigitte Zeh

ÜBER DIE ABGRÜNDE DES ZWISCHENMENSCHLICHEN

 

Mit begeistertem Besucherzuspruch gehen die 15. Internationalen Literaturtage Sprachsalz Sonntagnachmittag ins Finale. Das Festival war einmal mehr ein Reigen der intensiven Momente: Im Rahmen der Lesungen und Gesprächen zwischen Autoren und Besuchern wurden sehr persönliche Geschichten ausgetauscht und von den Abgründen des Zwischenmenschlichem erzählt. Davon überzeugten unter anderem A. L. Kennedy, Josh Weil, Vigdis Hjorth oder Rolf Lyssy. „Ein Jahrgang von großer Intensität, der zeigt, wie packend die Wasserglaslesung sein kann, was freies Erzählen und Vorlesen auch im digitalen Zeitalter leisten kann – und das bei freiem Eintritt!“ resümieren die Organisatoren Magdalena Kauz, Ulrike Wörner, Urs Heinz Aerni, Elias Schneitter und Heinz D. Heisl begeistert.

 

Bei strahlendem Berg- und Terrassenwetter wurde das Festival mit der traditionellen Lesung eines Tiroler Autors eröffnet: In diesem Jahr stellte Martin Kolozs u.a. seinen Gedichtband „Mein unruhiges Herz“ vor, und Titel des Bandes war Programm.

 

Alle Autoren lesen bei Sprachsalz zwei Mal aus Werken ihrer Wahl, ebenfalls am Freitagnachmittag war Martin von Arndt erstmals zu erleben. Dem von ihm geschaffenen Genre der Doku-Fiction entsprach auch sein Vortrag: Er begeisterte das Publikum vor allem mit störrischen Charakteren, deren Individualismus von Arndt auch bei der Lesung eine eigene Stimme verlieh.

 

Prosa hat beim Festival traditionell seinen Platz, aber auch Sprachexperimentelles und Lyrisches steht wieder im Zentrum: Zu Gast war mit der Schweizerin Svenja Herrmann eine Schriftstellerin, die den Stellenwert der Landschaft als Inspiration für ihre Arbeit betont. Im Gespräch erzählte sie von den überraschenden inhaltlichen wie sprachlichen Wendungen, die sich im Schreiben ergeben. Auch der Schweizer Peter K. Wehrli beobachtet in den Miniaturen seines Lebenswerks «Katalog von Allem» fasziniert, wie man von Reisen in unbekannten Gegenden neu und verändert hervortreten kann.

 

Bei Sprachsalz-Mini gab Christian Yeti Beirer auch heuer mit einer Werkstatt für Kinder Einblicke hinter die Kulissen des Büchermachens und lud zum Selbermachen ein. Währenddessen gab es kurze Leseeinheiten von Sprachsalz-Autorinnen und -Autoren mit Texten für Kinder.

 

Die Late Night-Schiene von Sprachsalz bietet den großen Geschichtenerzählern eine Bühne: Freitagabend unterhielt der Journalist und Autor Hanspeter „Düsi“ Künzler mit Anekdotischem über Michael Jackson und gab Einblicke in die Untiefen von Fan- und Starkult.

 

 

 

Zu Gast im Medienturm

Sprachsalz war auch in diesem Jahr wieder zu Gast im Medienturm Ablinger.Garber, die ihre Räumlichkeiten für Lesungen und Gespräche zur Verfügung stellten. Konzentrierte Stille herrschte Samstagnachmittag, als Rolf Lyssy, einer der erfolgreichsten Schweizer Filmemacher, über seine Depression erzählte und ehrliche wie beklemmende Szenen aus seinem autobiografischen Bericht „Swiss Paradise“ las.

 

Der Schweizer Autor Burkhard Jahn faszinierte mit Auszügen aus seinem Roman „Der Weg an der Sarca“: Wie mit einem Suchscheinwerfer leuchtet er darin Momente der menschlichen Unzulänglichkeiten aus und erschafft eine den Leser einschließende Präsenz.

 

Der Sprachsalz-Tradition der Beat-Literatur entsprach die Einladung der österreichischen Schriftstellerin Judith Pouget, die als Übersetzerin zahlreiche Beatniks der ersten Stunde ins Deutsche übertrug. Auch ihre eigenen Texte zeugen von ihrem Misstrauen gegenüber der Sprache und was sie zu leisten vermag.

 

 

Die große Sprachsalz-Gala

Der Galaabend am Samstag galt Tragischem wie zutiefst Komischen: Die österreichische Schriftstellerin Petra Piuk entwarf in den Auszügen aus ihrem Roman „Lucy fliegt“ in knappen, präzis gesetzten Sätzen das bitterböse Psychogramm eines Möchtegern-Starlets, das vom Leben einer Oscar-Preisträgerin träumt. Der US-amerikanische Autor Josh Weil und seine deutsche Stimme Ernst Gossner bannten die Zuhörer mit einem Auszug aus dem Band „Herdentiere“ über die Unmöglichkeit, Abgründe des Zwischenmenschlichen zu überwinden.

Fasziniert lauschte das Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten Saal auch dem intensiven wie emotionalen Vortrag der Norwegerin Vigdis Hjorth, die in ihrem beklemmenden Familienpanorama „Bergljots Familie“ über eine Tochter erzählt, die sich rüstet, aus ihrer Opferrolle auszubrechen. Hjorth freute sich, dass in Hall so viele Männer bei den Lesungen anwesend sind – in ihrer Heimat sei das ganz anders.

 

Auch die Schottin A. L. Kennedy bedankte sich zu Beginn ihrer Lesung beim „intelligenten“ wie „aufmerksamen“ Publikum: Nie würden sich umgekehrt so viele Menschen bei der Lesung eines deutschsprachigen Autors in Großbritannien einfinden, schon deshalb, weil sie dann wohl zu denken anfangen müssten – eine Fähigkeit, die in Brexit-Zeiten abhandengekommen sei. Kennedy stellte ihr komödiantisches Talent unter Beweis, als sie über die leichten und schweren Spielarten der Liebe las und sprach. Eindrucksvoll begleitet wurden die beiden Autorinnen von der Schauspielerin Brigitte Zeh.

 

Abgründige Familiengeschichten

Abgründig ging es am Sonntag mit dem US-amerikanischen Schriftsteller David Vann weiter. Bei der Lesung am Nachmittag beleuchtete Vann, der sich als Schriftsteller in der Tradition der griechischen Tragödie versteht, einmal mehr meisterhaft die dunkle Natur des Menschen in abgründiger Familienkonstellation, die gänzlich aus den Fugen geraten zu sein scheint.

 

Der eigenen Familiengeschichte stellt sich auch Sacha Batthyany in seinem Buch „Und was hat das mit mir zu tun? Ein Verbrechen im März 1945“, aus dem er am Sonntag las und von der über sieben Jahre andauernde Beschäftigung und den emotionalen Schwierigkeiten der Recherche berichtete, die ihn tief ins Beziehungsgeflecht seiner Familie führte.

 

Sprachsalz-Club

Den Leipziger-Buchpreisträger Guntram Vesper beschäftigt beim Schreiben die zentrale Frage nach der eigenen Identität, der er sich von mehreren Seiten anzunähern versucht: Seine monumentalen Prosawerke gleichen unendlichen kaleidoskopischen Bildfolgen von Geschichten und Erinnerungen.

In einem der insgesamt drei Sprachsalz-Clubs fragte Moderator Alexander Kluy Guntram Vesper und Sacha Batthyany „Welche Geschichten braucht die Geschichte?“ Beide Autoren eint der historische Anlass als Auslöser ihrer schriftstellerischen Arbeit: Während Batthyany in seinem Buch einer Sehnsucht nach Geschichte und der Auseinandersetzung damit folgt, sieht sich Vesper in die Zeitgeschichte hineingestellt, somit könne man ihr gar nicht entkommen: Als Chronist bewahrt er die Geschichten, die er in seinem Kopf versammelt findet.

 

„Warum ist Sprache eigentlich Bild? Oder ab wann brauchen wir den Text?“ war Thema des zweiten Sprachsalz-Clubs Sonntagvormittag mit Svenja Herrmann, Rolf Lyssy und Peter K. Wehrli über Grenzen oder Schnittmengen von Bild und Wort. Lyssy: "Ich bin Filmer, aber ich brauche die Wörter" und ergänzt, dass die Ironie in der "Sprache gefangen ist und nicht im Bild".

 

Das Finale beschloss mit einem weiteren Sprachsalz-Club Sonntagabend A. L. Kennedy zum Thema „Warum Berufsschriftstellerinnen nicht in die Politik gehen sollten“.

 

Die 16. Ausgabe von Sprachsalz findet von 14. bis 16. September 2018 statt.

 

 

Sprachsalz-Weblog

Sprachsalz bietet Interessierten auch in diesem Jahr wieder ein Weblog, auf dem Texte und Ausschnitte aus Lesungen als Audiofiles zu finden sind: www.sprachsalz.com/weblog/

 

 

AUTORINNEN und AUTOREN 2017

Sacha Batthyany (Schweiz)

Svenja Herrmann (Schweiz)

Vigdis Hjorth (Norwegen)

Burkhard Jahn (Schweiz)

A. L. Kennedy (Großbritannien)

Martin Kolozs (Österreich

H. P. „Düsi“ Künzler (Schweiz)

Rolf Lyssy (Schweiz)

Judith Pouget (Österreich)

Petra Piuk (Österreich)

David Vann (USA)

Guntram Vesper (Deutschland)

Martin von Arndt (Deutschland)

Peter K. Wehrli (Schweiz)

Josh Weil (USA)

 

www.sprachsalz.com

WEBLOG: www.sprachsalz.com/weblog/

 

Für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung bedanken sich die Sprachsalz-Organisatoren:

Valerie Besl, Magdalena Kauz, Max Hafele, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Urs Heinz Aerni, Ulrike Wörner

 

PRESSEKONTAKT:

vielseitig ||| kommunikation

valerie besl

neubaugasse 8/2/1, a 1070 wien

m: ++43 664 8339266

presse@sprachsalz.com

www.vielseitig.co.at

VOM EIGENEN UND VOM FREMDEN: LITERARISCHE SPURENSUCHEN

foto Sprachsalz (magdalena kauz)
foto Sprachsalz (magdalena kauz)

 

Die 15. Internationalen Literaturtage Sprachsalz (8.–10. September 2017) zeugen auch in diesem Jahr von der Kraft der Gegenwartsliteratur: Freuen kann man sich auf Preisgekröntes von A. L. Kennedy und Guntram Vesper, Lakonisches von Josh Weil und Verstörendes von David Vann. Vigdis Hjorth erzählt über das Eigene und das Fremde und Sacha Batthyany begibt sich auf eine zeitgeschichtliche Spurensuche. Alle Veranstaltungen im Parkhotel Hall, Kurhaus und Medienturm Ablinger.Garber sind wieder bei freiem Eintritt zu besuchen.

 

«Auch bei der mittlerweile 15. Auflage wenden wir das Erfolgsrezept der letzten Jahre an: Wir teilen mit unserem Publikum unsere ganz persönlichen Lesevorlieben, mitreißende, hörenswerte, kontroverse wie einende Texte, und freuen uns auf die vielsprachigen Erzähler und Erzählerinnen, die wieder bei mehreren Lesungen während des Festivals zu erleben sind», so Magdalena Kauz, die gemeinsam mit Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Urs Heinz Aerni und Ulrike Wörner für das Programm verantwortlich zeichnet.

 

Zu Sprachsalz kommt in diesem Jahr mit A. L. Kennedy eine der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellerin Großbritanniens. Ihr aktueller Roman «Serious Sweet» – nominiert für die Longlist des Man Booker Prize – handelt von zwei grundanständigen Menschen die versuchen, richtige Entscheidungen in einer durch und durch unmoralischen Welt zu treffen. Einmal mehr verhandelt Kennedy ihre Themen mit der ihr eigenen Mischung aus Komik, Sarkasmus und einem gnadenlos entlarvenden Blick.

Verstörendes zu erzählen, darauf versteht sich der in Alaska geborene David Vann auf ganz besondere Weise: Komplizierte und spannungsgeladene zwischenmenschliche Beziehungen präsentiert er in unprätentiösen, klaren Texten. Nach seinem kunstvollen wie gefeierten Roman «Aquarium» entwirft er in seinem neuen Werk «Bright Air Black» ein facettenreiches Porträt von Medea, der wohl faszinierendsten Frau der Mythologie.

Der US-amerikanische Schriftsteller Josh Weil, meisterhaft lakonisch und genau in der Zeichnung seiner Figuren und ihrer Seelenzustände, ist mit zwei Bänden zu Gast bei Sprachsalz: Er liest aus dem Roman «Das gläserne Meer» sowie aus dem soeben erschienen Band «The Age of Perpetual Light» mit acht Erzählungen über das Menschsein und die stete Suche nach Fortschritt und einem besseren Leben.

Vigdis Hjorth machte sich in ihrer norwegischen Heimat mit Essays und Diskussionsbeiträgen zu gesellschaftlichen Themen und ihrem scharfen Blick auf Alltags-Sexismus, rassistische Vorurteile und Verhaltensweisen einen Namen. In ihrem neuen Roman «Bergljots Familie», den sie frisch aus der Druckerpresse mit nach Hall nimmt, erzählt sie mit sezierender Klarheit die Geschichte eines Familienzwists, der aufgrund eines Testaments ausbricht.

Mit der Heimat als provinzielle Antiidylle setzt sich Petra Piuk in ihrem gerade erschienenen Buch «Moni und Toni oder: Anleitung zum Heimatroman» auseinander: Bitterböse und höchst unterhaltsam demontiert sie mit dieser Gebrauchsanweisung Stück für Stück den Schein des zivilisierten Mitteleuropas und hebelt gleichzeitig kunstvoll alle Regeln des klassischen Erzählens aus.

 

ZEITGESCHICHTEN

 

Auf eine zeitgeschichtliche und familiäre Spurensuche begibt sich der Schweizer Journalist und Schriftsteller Sacha Batthyany in seinem Buch «Und was hat das mit mir zu tun?», das den Leerstellen seiner Familiengeschichte nachspürt: Seine Großtante war in das Massaker von Rechnitz verwickelt, eines der schrecklichsten Nazi-Verbrechen am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Ein schillerndes Kompendium der eigenen und der deutschen Identität präsentiert Guntram Vesper mit dem Buch «Frohburg», für das er mit dem Leipziger Buchpreis 2016 ausgezeichnet wurde. In diesem Opus Magnum macht sich der deutsche Autor auf die assoziative und obsessive Suche nach der eigenen Biografie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und reiht sich damit ein in die Erzähltradition von Walter Kempowski und Peter Kurzeck.

Martin von Arndt begibt sich in seiner Reihe um Kommissar Andreas Eckart in die deutsche Vor- und Nachkriegszeit: Im atemlos erzählten Politthriller «Tage der Nemesis» thematisiert er wahre Verbrechen und fängt so die politisch aufgeheizte Atmosphäre der 1920er Jahre eindrücklich ein. Im wendungs- wie temporeichen zweiten Band folgt er Kriegsverbrechern auf der Flucht, die sich nach dem 2. Weltkrieg auf den titelgebenden «Rattenlinien» abzusetzen versuchten.

Rolf Lyssy zählt nicht nur zu den erfolgreichsten Filmemachern der Schweiz, sondern es gelang ihm auch ein Buch-Bestseller: «Swiss Paradise» hätte die Fortsetzung des Filmes „Die Schweizermacher“ mit Emil sein sollen, stattdessen entstand ein schonungslos ehrliches Buch über seine Heimat und Lyssys eigene Geschichte, indem er Einblicke in die dunkelste Zeit seines Lebens gewährt.

Für das Erzählen in seinen vielfältigen Ausdrucksformen steht auch der in London lebende Schweizer Kulturjournalist Hanspeter «Düsi» Künzler. Er versteht es mit Geschichten, die das Leben schreibt, und die hinter den Texten entstehen, zu unterhalten. Den Blick dahinter gewährt er auch seinen Lesern, u. a. mit seinem Bestseller «Der Thriller um Michael Jackson – Familie, Fans & Verfolgungsjagden».

 

REALITÄTSFRAGMENTE

Für die traditionelle Eröffnungslesung mit einem Tiroler Autor wurde in diesem Jahr Martin Kolozs eingeladen, der sich in seiner Literatur wie in seinen biografischen Texten intensiv mit dem Thema des Glaubens auseinandersetzt, so auch in seinem Gedichtband «Mein unruhiges Herz» mit Gebeten, Anrufungen und Psalm-ähnlichen Evokationen. 

Subtil und sprachlich prägnant erkundet die Schweizer Lyrikerin Svenja Herrmann in ihrem aktuellen Gedichtband «Die Ankunft der Bäume» die Schnittstelle zwischen der bedrohten Natur und unserer Zivilisation: Mal sind Naturphänomene Auslöser der poetischen Betrachtungen, dann wieder städtische Szenerien.

Momentaufnahmen seiner ausgedehnten Reisen hält er seit nunmehr 40 Jahren vorwiegend in Form von Kurzprosa fest: Bei Sprachsalz wird der Schweizer Peter K. Wehrli einen Auszug aus seine Lebenswerk «Katalog von Allem» geben, in dem er einzelne Beobachtungen, nummeriert und mit einem Stichwort versehen, meist in einem Satz möglichst präzise zu beschreiben versucht.

 Die österreichische Schriftstellerin und Lyrikerin Judith Pouget wirft in ihren Arbeiten poetische Schlaglichter auf die Wirklichkeit: In «ortlos» erzählt sie in kurzen, stark rhythmisierten und verdichteten Textfragmenten vom Fremdsein in einem anderen Land, vom Kampf mit den Wörtern beim Übersetzen und von der Einsamkeit in einer bevölkerten Stadt. Der Verlust der Sprache wird dabei zum Verlust der Gewissheit über die Realität.

Der deutsche Schauspieler, Regisseur und Autor Burkhard Jahn betrachtet in «Himmelblauer November» mit klassischen lyrischen Texte aus vier Jahrzehnten ebenso wie in seinem neuen Roman «Der Weg an der Sarca» die eigenen menschlichen Unzulänglichkeiten wie den Kampf mit dem eigenen Vergehen oder die Wehmut über verpasste Gelegenheiten.

 

SPRACHSALZ-MINI

Auch in diesem Jahr bietet Sprachsalz-Mini mit einer Buchwerkstatt für Kinder Einblicke hinter die Kulissen und lädt zum Selbermachen ein. Währenddessen wird es kurze Leseeinheiten von Sprachsalz-Autorinnen und -Autoren mit Texten für Kinder geben. (Eintritt frei, für Kinder von 7–12 Jahren, Material wird zur Verfügung gestellt – Anmeldung empfohlen)

 

SPRACHSALZ-GALA

Der Festabend am Sprachsalz-Samstag bietet Kulinarisches und Literarisches: Neben Lesungen – u. a. von A. L. Kennedy – gibt es ein Sprachsalz-Menü. Einlass 18.00 Uhr, ab 19.00 Uhr Vorspeise und Hauptgänge, Lesungen ab 20.30 Uhr, Dessertpause. Reservierung nur mit Menü möglich (VVK à 39 Euro/Person, ohne Getränke): online oder unter reservation@sprachsalz.com bzw. T: 0043 676 5126635.

 

Sprachsalz-Weblog

Sprachsalz bietet Interessierten auch in diesem Jahr wieder ein Weblog, auf dem Texte und Ausschnitte aus Lesungen als Audiofiles zu finden sind:

Die 15. Internationalen Literaturtage Sprachsalz (8.–10. September 2017) zeugen auch in diesem Jahr von der Kraft der Gegenwartsliteratur: Freuen kann man sich auf Preisgekröntes von A. L. Kennedy und Guntram Vesper, Lakonisches von Josh Weil und Verstörendes von David Vann. Vigdis Hjorth erzählt über das Eigene und das Fremde und Sacha Batthyany begibt sich auf eine zeitgeschichtliche Spurensuche. Alle Veranstaltungen im Parkhotel Hall, Kurhaus und Medienturm Ablinger.Garber sind wieder bei freiem Eintritt zu besuchen.

 

Infos zu allen geladenen Autoren:

 

Sacha Batthyany (Schweiz)

Svenja Herrmann (Schweiz)

Vigdis Hjorth (Norwegen)

Burkhard Jahn (Schweiz)

A. L. Kennedy (England)

Martin Kolozs (Österreich)

Hanspeter "Düsi" Künzler (Schweiz)

Rolf Lyssy (Schweiz)

Judith Pouget (Österreich)

Petra Piuk (Österreich)

David Vann (USA)

Guntram Vesper (Deutschland)

Martin von Arndt (Deutschland)

Peter K. Wehrli (Schweiz)

Josh Weil (USA)

 

 

TERMINE:

Pressegespräch Sprachsalz: Dienstag 29. August 2017, 10.30 Uhr Parkhotel Hall

Parkhotel-Autoren-Empfang: Donnerstag, den 7. September 2016, ab 19.00 Uhr

(geschlossene Veranstaltung für geladene Gäste, Presse willkommen)

 

 

Für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung bedanken sich die Sprachsalz-Organisatoren:

Valerie Besl, Magdalena Kauz, Max Hafele, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Urs Heinz Aerni, Ulrike Wörner

 

PRESSEKONTAKT:

vielseitig ||| kommunikation

valerie besl

neubaugasse 8/2/1, a 1070 wien

m: ++43 664 8339266

presse@sprachsalz.com

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FÖRDERER, SPONSOREN, PARTNER:

Kooperationspartner: Medienturm Ablinger.Garber

Hauptsponsoren: Stadt Hall, Land Tirol, Bundeskanzleramt KUNST, Parkhotel Hall

Weitere Sponsoren und Partner: Kulturregion Hall-Wattens, Kultur.Tirol, Pro Helvetia, Retterwerk Mercedes, Restaurant Welzenbacher, Tirol Kliniken Hall, Tiroler Versicherung, Tiroler Tageszeitung, Austrian Airlines, Der Standard, Innsbrucker Zeitungsarchiv IZA, Literar mechana, ULB Universitäts- und Landesbibliothek, Lampe Reisen, Buchhandlung liber wiederin, Swarovski, parkSpa.

 

LITERARISCHE SPURENSUCHE - Pressetext vom Juni 2017

 

Die 15. Internationalen Literaturtage Sprachsalz (8.–10. September 2017) zeugen auch in diesem Jahr von den vielstimmigen Möglichkeiten der Gegenwartsliteratur: Freuen kann man sich auf Preisgekröntes von A. L. Kennedy und Verstörendes von David Vann. Einige der geladenen Autorinnen und Autoren wie Viv Albertine, Sacha Battany, Guntram Vesper oder Rolf Lyssy begeben sich auf eine vielstimmige Suche nach der eigenen Identität. Das gesamte Programm mit allen Autoren-Namen wird Ende August bekanntgegeben.

 

Zu Sprachsalz kommt in diesem Jahr mit A. L. Kennedy eine der bedeutendste zeitgenössische Schriftstellerin Großbritanniens. Ihr aktueller Roman „Serious Sweet“ – nominiert für die Longlist des Man Booker Prize – handelt von zwei grundanständigen Menschen die versuchen, die richtigen Entscheidungen in einer durch und durch unmoralischen Welt zu treffen. Einmal mehr verhandelt Kennedy ihre Themen mit der ihr eigenen Mischung aus Komik, Sarkasmus und einem gnadenlos entlarvenden Blick.

 

Verstörendes zu erzählen, darauf versteht sich der in Alaska geborene David Vann auf ganz eigene und besondere Weise: Komplizierte und spannungsgeladene zwischenmenschliche Beziehung präsentiert er in unprätentiösen, klaren Texten. Nach seinem kunstvollen wie gefeierten Roman „Aquarium“ – ausgezeichnet als „New York Times Editor’s Choice“ – entführt er in seinem neuen Werk „Bright Air Black“ den Leser ins 13. Jahrhundert vor Christus und entwirft ein facettenreiches Porträt von Medea, die wohl faszinierendste Frau der Mythologie.

 

 Auf eine zeitgeschichtliche Spurensuche begibt sich der Schweizer Schriftsteller und Journalist Sacha Batthyany in seinem Buch „Und was hat das mit mir zu tun?“, das den Leerstellen seiner Familiengeschichte nachspürt: Seine Großtante war in das Massaker von Rechnitz verwickelt, eines der schrecklichsten Nazi-Verbrechen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Als Battany ihre Geschichte nachgeht, stößt er auf ein altes Familiengeheimnis.

 

Ein schillerndes Kompendium der eigenen wie der deutschen Identität präsentiert Guntram Vesper mit dem Buch „Frohburg“. In diesem Opus Magnum macht sich der Schriftsteller auf die assoziative und obsessive Suche nach der eigenen Biografie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und reiht sich damit ein in die Erzähltradition von Walter Kempowski und Peter Kurzeck.

 

Rolf Lyssy zählt nicht nur zu den erfolgreichsten Filmemachern der Schweiz, sondern es gelang ihm mit „Swiss Paradise“ auch ein Buch-Bestseller. „Swiss Paradise“ hätte die Fortsetzung des Filmes „Die Schweizermacher“ mit Emil sein sollen, stattdessen entstand ein schonungslos ehrliches Buch über die Schweiz und seine eigene Geschichte, indem er Einblicke in die dunkelste Zeit seines Lebens gewährt.

     

Alle Autoren und das Detailprogramm sind ab August hier zu finden. Für den Gala-Abend am Samstagabend (unter anderem mit Viv Albertine und Rolf Lyssy) können bereits Plätze gebucht werden. Auch in diesem Jahr sind beim Festival kleine Leser willkommen: Bei Sprachsalz-Mini können Kinder zwischen 7 und 12 Jahren eigene Lesezeichen basteln und kurze Lesungen besuchen. Anmeldungen zu Sprachsalz-Mini werden bereits im Voraus entgegengenommen.

 

Für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung bedanken sich die Sprachsalz-Organisatoren:

 

Valerie Besl, Magdalena Kauz, Max Hafele, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Urs Heinz Aerni, Ulrike Wörner

 

 

 

PRESSEKONTAKT:

presse@sprachsalz.com