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INNOVATIV UND LEBENDIG – das war Sprachsalz 2020

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Erfolgreiche Digital-Edition der 18. Literaturtage Sprachsalz

 

Die internationalen Literaturtage Sprachsalz fanden auch in diesem Jahr statt – und blieben international: Autor*innen aus New York und Tokyo, San Francisco und Paris, Wivenhoe und Wien, Martha's Vineyard und Stuttgart, Pittsburgh und Hamburg, Northampton und Port Townsend waren zu Gast und haben live aus ihren Werken gelesen. Gestreamt wurde die digitale Festivalausgabe von Freitag- bis Sonntagabend.

 

„Wir freuen uns besonders, dass wir in diesem Jahr eine inhaltlich wie technisch hochkarätige 18. Ausgabe dieses Festivals präsentieren konnten. Eine Absage war für uns keine Option – gerade jetzt ist es wichtig, Künstler*innen eine Möglichkeit zu bieten, mit ihrem Publikum in direkten Kontakt zu treten und somit Präsenz zu zeigen“, betonen die Organisator*innen Heinz D. Heisl, Elias Schneiter, Magdalena Kauz, Ulrike Wörner, Valerie Besl, Boris Schön und Max Hafele.

„Die von uns geschaffene innovative digitale Form gibt einen Ausblick auf mögliche hybride Varianten von Literaturfestivals der Zukunft. Sie erfordert auf jeden Fall auch viel technische Kreativität – wenn beispielsweise einmal ein externer Streamingkanal plötzlich ausfällt. Umso mehr freut es uns, dass es alleine auf unserer zentralen Plattform 5000 Page Views gab.“

 

Trotz der gegebenen technischen Distanz gab es viele besonders persönliche und höchst lebendige Momente, die auch das analoge Festival schon immer ausgezeichnet haben. Vieles wurde aber erst durch die digitale Variante möglich – so zeigte Ben Lerner in seinem Arbeitszimmer in Brooklyn spontan eine Zeichnung seiner Tochter.

 

Berührende lyrische Momente gab es bei den Lesungen von Ocean Vuong, Friederike Mayröcker, Jack Hirschman und Lawrence Ferlinghetti, der kurzfristig als Aufzeichnung zugeschaltet werden musste.

 

Alle fremdsprachigen Autor*innen haben aus den Originalausgaben gelesen, so auch die japanische Schrifsteller*in Sayaka Murata. Stewart O’Nan, Richard Russo und Annie Proulx gaben neben ihrer Lesungen in Gesprächen Einblicke in die US-amerikanische Lebenswirklichkeit. Politisches stand auch bei A. L. Kennedy im Zentrum, die sehr emotional die durch den Brexit verursachte besorgniserregende Situation in Großbritannien thematisierte.

 

In Berlin sprach Deborah Feldman über ihre jüdische Identität, die Verfilmung ihrer beiden autobiografischen Romane „Unorthodox“ und „Überbitten“ läuft gerade auf Netflix. Das Streamingportal wird auch Daniel Kehlmanns Bestsellerroman „Tyll“ verfilmen, aus dem der Autor ebenso in Berlin las.

 

Musikalisches gab es diesmal von den BaldWiena FolksWaisen (Heinz D. Heisl und Hannes Sprenger) sowie bei der Lesung von Marie Modiano, die vom Singer-Songwriter Peter von Poehl begleitet wurde. Der Musikproduzent, Komponist und Autor Tot Taylor erzählte von der englischen Popkulturszene der 60er und 70er Jahre.

 

Und auch diesmal musste man nicht auf Sprachsalz-Mini verzichten: Begeistert haben diesmal Nina Blazon und Michael Stavarič mit Lesungen sowie einmal mehr Christian Yeti Beirer, der eine Anleitung zum Bücherbasteln gab.

 

 „Ein besonderer Dank gilt aber wieder unserem Publikum – es hat uns diesmal im Chat mit erfrischenden Fragen und wunderbarem Feedback unterstützt“, so die Organisiator*innen. „Einen wichtigen Beitrag, um ein Bild des Festivals zu bekommen, haben auch die vielen Porträts von Haller Sprachsalz-Fans geleistet, die im Vorfeld aufgezeichnet wurden und dazwischen immer wieder bunte und lebendige Eindrücke der Stadt und ihrer Menschen gegeben haben.“ Unterstützung in der Präsenz gab es in diesem Jahr auch durch die zahlreichen Medienkooperationen mit Magazinen, Tageszeitungen und TV-Stationen. „Eines ist sicher: Sprachsalz hat viele neue Freund*innen gewonnen – und das in der ganzen Welt!“

 

Die 19. Ausgabe der internationalen Literaturtage Sprachsalz findet von 10. bis 12. September 2021 statt.

 

 

Für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung bedanken sich die Sprachsalz-Organisatoren:

Valerie Besl, Magdalena Kauz, Max Hafele, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Ulrike Wörner, Boris Schön

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Sprachsalz 2020 PRESSEANKÜNDIGUNG

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SPRACHSALZ LITERATURFESTIVAL LIVE IM NETZ: DIGITAL UND INTERAKTIV

18. Internationale Literaturtage Sprachsalz,  11. und 12. September 2020

 

SPRACHSALZ LITERATURFESTIVAL LIVE IM NETZ:

DER HERZSCHLAG DER GESELLSCHAFT

 

Ungewöhnliche Zeiten erfordern neue Blickwinkel: Um auch in diesem Jahr Bücher und ihre Autor*innen live erlebbar zu machen, präsentieren sich die 18. Internationalen Literaturtage Sprachsalz als digitales und interaktives Festival. An zwei Tagen werden Lesungen und Gespräche live gestreamt, was die Teilnahme von nationalen wie internationalen Schriftsteller*innen ermöglicht. Freuen kann man sich in diesem Jahr u. a. auf Ocean Vuong, Friederike Mayröcker, Stewart O'Nan, Annie Proulx, Lawrence Ferlinghetti, Deborah Feldman oder Daniel Kehlmann.

 

»Wir wissen immer noch nicht, was uns in den nächsten Wochen und Monaten erwartet, wann wieder volle Lesesäle und angeregte Diskussionen zwischen Autor*innen und Publikum an den Bars dieser Welt möglich sein werden. Aber wir wissen, dass Literatur für den Herzschlag einer Gesellschaft zu jeder Zeit überlebensnotwendig ist. Kultur wird dieser Tage gerne als nicht systemrelevantes Anhängsel hintangestellt – das sehen wir anders. Kultur in all ihren Ausdrucksformen zeichnet eine Gesellschaft erst aus. Sie ist unverzichtbar und muss daher hör-, sicht- und erlebbar bleiben«, so die Organisator*innen Magdalena Kauz, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Ulrike Wörner, Boris Schön, Max Hafele und Valerie Besl über ihre Entscheidung zu einem digitalen Festival.

 

Maßnahmen im Zusammenhang mit Covid-19 haben es notwendig gemacht, die diesjährige 18. Ausgabe der Literaturtage Sprachsalz als digitales, interaktives Literaturfestival zu präsentieren: Freitag, 11. September und Samstag, 12. September werden ab 17.00 Uhr moderierte Lesungen und Gespräche sowie Eindrücke und Stimmen aus der Stadt Hall live auf YouTube und Facebook übertragen. Die Autor*innen lesen an ihren Wohn- und Arbeitsorten, deutschsprachige Schauspieler*innen im Festivalzentrum aus deren Übersetzungen. Die Zuschauer*innen können sich via Chat in Diskussionen einbringen und darüber hinaus Bücher gewinnen. Der Stream ist bis Sonntagabend, 13. September für alle aufrufbar.

 

PROGRAMM FREITAG

Eröffnet werden die Literaturtage von Richard Russo, dessen umfangreiche Epen in den Provinzstädten der US-amerikanischen Ostküste angesiedelt sind und die meisterhaft realistisch den wirtschaftlichen Niedergang in den ehemaligen Industriezentren beschreiben. Auch in seinem neuen Roman »Jenseits der Erwartungen«, aus dem er in Portland, Maine lesen wird, erzählt er von unterschiedlichen Schicksalen, der großen Kluft zwischen Arm und Reich und dem schwelenden Hass in der amerikanischen Gesellschaft.

 

Nach wie vor hellwach und mit neugierigem Blick auf die Welt zeigt sich die 96-jährige Friederike Mayröcker in ihrer unvergleichlichen, grenzenlosen und ganz und gar unausdeutbaren Dichtung. Für Sprachsalz liest sie nicht in ihrer Wohnung, diesem legendär gewordenen Gehäuse ihres Poesiewerks, sondern ist in der Alten Schmiede in Wien zu Gast, begleitet vom Schriftsteller Bodo Hell.

 

Lawrence Ferlinghetti ist einer der letzten lebenden zentralen Figuren der Beat Generation, die er mit seinen politischen Texten nicht nur als Autor, sondern auch als Mitbegründer des sagenhaften City Light Books Verlages prägte, in dem alle Größen der Beat-Literatur publizierten. Er wird in San Francisco zusammen mit dem 1933 geborenen Jack Hirschman zu erleben sein, der in über 100 wortgewaltigen Büchern die politische Poesie der USA im 20. Jahrhundert prägte.

 

Ein großer Roman über das Erinnern, Vergessen und Erzählen, ein unerschöpfliches und farbiges Panorama des Dreißigjährigen Krieges: Mit gewohnt erzählerischer Leichtigkeit begleitet Daniel Kehlmann in seinem Geschichts- und Künstlerroman »Tyll« jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

 

Die in Paris lebende Singer-Songwriterin und Autorin Marie Modiano collagiert für ihre Sprachsalz Lesung eigene Texte mit denen ihres Vaters, dem Literaturnobelpreisträger Patrick Modiano. Begleitet wird sie dabei von ihrem Lebenspartner, dem schwedischen Musiker Peter von Roehl, mit dem sie soeben die CD »Songs From The Other Side« veröffentlicht hat.

 

Der Brite Tot Taylor ist Songwriter, Musiker, Komponist, Musikproduzent, Arrangeur, Galerist – und vor allem ein begnadet-lustvoller Geschichtenerzähler: So auch in seiner raffiniert konstruierten, über 960 Seiten wuchernden Biografie »The Story of John Nightly« über einen fiktiven Sixties-Singer-Songwriter, Musik im Allgemeinen und die Abgründe der Kreativität im Besonderen.

 

PROGRAMM SAMSTAG

Am Samstag liest in Tokyo die Erfolgsautorin Sayaka Murata aus ihrem neuen radikalen Roman »Das Seidenraupenzimmer«. In ihrer Geschichte von zwei Außenseiterinnen erzählt sie von weiblicher Selbstbestimmung in einem dicht verästelten patriarchalen Gesellschaftssystem – eine exakte psychische Ausleuchtung der Schattenseiten Japans.

 

Danach ist Sprachsalz zu Gast in Pittsburgh bei Stewart O'Nan, dem es in seinen Büchern stets gelingt, eine erstaunliche atmosphärische Nähe zu seinen Figuren zu erschaffen – diesmal mit dem Roman »Henry persönlich«, dem dritten Teil einer Trilogie über eine Familie und das alltägliche Leben des amerikanischen Mittelstands.

 

Deborah Feldman liest Auszüge aus ihren eindrucksvollen literarischen Überlebensprotokollen »Unorthodox« und »Überbitten« – und bringt einmal mehr die fast unglaubliche Geschichte ihres Ausstiegs aus einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde in New York und ihre mutige Flucht ins Gespräch.

 

Ocean Vuongs autobiografischer Debütroman »Auf Erden sind wir kurz grandios« ist Essay, Gedicht und Prosa in einem. Als Akt der Selbstermächtigung erzählt der in Saigon geborene und in den USA aufgewachsene Autor in Szenen und Fragmenten seine Migrationsgeschichte – ein Buch der Stunde über die ewige Geschichte von Krieg, Flucht und Fremde und das Versagen des amerikanischen Traums.

 

Annie Proulx entwirft wie kaum eine andere Autorin ihres Jahrgangs dichte und intensive Bilder des amerikanischen Nordostens, zusammen ergeben sie ein weit gespanntes Panorama von Sehnsucht, Leidenschaft, Grenzüberschreitungen und Obsessionen, von Erobern und Zerstören – so auch ihr 900 Seiten-Roman »Aus hartem Holz«, aus dem sie für Sprachsalz in ihrem Haus in Port Townsend, Washington lesen wird.

 

In »Die Topeka Schule« erzählt der New Yorker Autor Ben Lerner famos und sprachlich glänzend vom drohenden Zusammenbruch privater und öffentlicher Rede und unserer heutigen Gesellschaft – davon, wie es so weit gekommen ist und wo es mit uns hingehen könnte.

 

A.L. Kennedy zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen Großbritanniens, die ihre Texte den großen Themen Liebe, Schuld und Angst widmet. Für Sprachsalz liest sie in Wivenhoe, Essex aus ihren Kolumnen für die Süddeutsche Zeitung, in denen sie wöchentlich aus dem Seelenleben des Brexit berichtet.

 

Die deutschsprachigen Stimmen bei zweisprachigen Lesungen übernehmen in diesem Jahr Konstanze Breitebner, Ernst Gossner und Hanspeter Müller-Drossaart. Der Visual Artist und Video Jockey Florian Launisch/Luma.Launisch wird in einer Kombination von Realbild und Abstraktem im Stream live die Texte der Autor*innen visualisieren.

 

KINDERPROGRAMM

Sprachsalz wäre nicht Sprachsalz, wenn nicht auch ein Programm für Kinder stattfinden würde – und das gibt es natürlich ebenso digital. Am Samstagnachmittag liest Nina Blazon aus ihrem Fantasy-Roman »Fayra« für Kinder ab 10 Jahren, Michael Stavarič stellt für Grundschulkinder bis zur 3. Klasse sein Bilderbuch »Die Menschenscheuche« vor und Christian Yeti Beirer zeigt Kindern zwischen 8 und 12 Jahren wie man Bücher bastelt. (Samstag, 12. September, ab 14.30 Uhr)

 

Für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung bedanken sich die Sprachsalz-Organisatoren:

Valerie Besl, Magdalena Kauz, Max Hafele, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Ulrike Wörner, Boris Schön

 

 

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