Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!

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Bürgermeisterin Dr. Eva Maria Posch

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!

 

«Ein Haus ohne Bücher ist ein armes Haus.» Das hat Hermann Hesse einmal geschrieben. Diesen Satz könnte man auch auf eine Stadt umlegen. «Eine Stadt ohne Literatur ist eine arme Stadt.»

In dieser Hinsicht – und das sage ich voll Stolz - ist unsere Stadt Hall eine sehr reiche Stadt, denn Literatur hat bei uns einen hohen Stellenwert und lange Tradition. Heuer wurde zum Beispiel eine Stadtschreiberstelle eingerichtet, wo AutorInnen eingeladen werden, die Stadt Hall aus ihrer Sicht unter die Lupe zu nehmen. Auch das Kulturlabor Stromboli, wo regelmäßig Dichterlesungen stattfinden, muss hier erwähnt werden, aber vor allem ist hier auch unsere Stadtbibliothek mit ihren beiden Standorten, die ganzjährig beste Literatur für Kinder und Erwachsene anbieten, zu erwähnen und last but not least ist besonders auf das internationale Literaturfestival sprachsalz hinzuweisen. Heuer findet dieses Festival bereits zum 17. Mal statt und dadurch wird unsere Stadt zu einem Zentrum für Literatur weit über die Grenzen Tirols hinaus. Besonders freut mich, dass zu den Lesungen, Gesprächen, Vorträgen nicht nur Besucher aus Nah und Fern zu uns kommen, sondern dass die Literaturtage besonders bei der einheimischen Bevölkerung auf so großes Interesse stoßen.

Ich wünsche allen AutorInnen und allen BesucherInnen ein spannendes Literaturfest und möchte mich bei den OrganisatorInnen für Ihre Arbeit herzlich bedanken und allen einen großen Erfolg wünschen.

 

Dr. Eva Maria Posch

Bürgermeisterin der Stadt Hall in Tirol

 

 


Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger!

Palfrader Beate_©Tanja Cammerlander
Palfrader Beate_©Tanja Cammerlander

«Die Literatur gibt der Seele Nahrung, sie bessert und tröstet sie», schrieb einst der französische Philosoph und Schriftsteller Voltaire (1694-1778). Vom 6. bis zum 8 September 2019 dreht sich bei den Internationalen Literaturtagen Sprachsalz in Hall alles um die großen und kleinen Abenteuer des Lebens. Bereits zum 17. Mal werden renommierte AutorInnen aus dem In- und Ausland mit ihren literarischen Werken sowohl zum Nachdenken und zur durchaus kritischen Auseinandersetzung mit der Komplexität unserer Gesellschaft anregen, als auch die kleinen Dinge des Lebens aufzeigen, die schlussendlich für so vieles mehr stehen.

Sprachsalz gilt als fester Bestandteil der Tiroler Literaturlandschaft, bietet Möglichkeiten zum Dialog und Austausch und setzt wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der heimischen Literaturszene. Es braucht solche Festivals, die die große Bandbreite der Literatur in den Vordergrund stellen und der Öffentlichkeit bewusst machen. Zudem sorgt das Festival mit Sprachsalz-Mini dafür, dass die Begeisterung für Literatur auch bei jungen Menschen geweckt wird.

Ich bin überzeugt, dass Sprachsalz mit einem hochkarätigen Programm auch heuer wieder für spannende Einblicke in das vielfältige literarische Schaffen unserer Zeit sorgen und das Publikum in seinen Bann ziehen wird.

Ich danke dem Festival-Organisationsteam für das große Engagement im Dienste der Literatur und wünsche den Literaturtagen 2019 viel Erfolg sowie den BesucherInnen eine spannende Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Literatur!

 

Dr. Beate Palfrader

Landesrätin für Bildung, Familie und Kultur

 


Grusswort des Vereins-Obmanns Heinz D. Heisl

Die unappetitlichen politischen Vorkommnisse der letzten Zeit in Österreich bescherten mir ein Déjà-vu, zu dem ich bemerken kann: "in magna frusta": wenn aus Machthunger und Eitelkeit Teams oder Institutionen abgesetzt und ersetzt werden sollen und aus Tätern plötzlich Opfer werden; und für eine treue Gefolgschaft bleiben sie auch Opfer (Gefolgschaft hinterfragt nicht, ist allerdings auch nicht nur treu, sie erwartet sich für die Treue auch etwas). Typen wie diese werden immer wieder kommen, hatte meine Großmutter gewusst (und das ist beileibe nicht nur in der Politik so, man kennt das). Und wie recht sie hatte: Nach nur wenigen Tagen dann 45.000 Vorzugsstimmen bei der Europawahl. Deswegen werden die Störfeuer in unterschiedlichster Form und auf unterschiedlichste Weise garantiert wiederkehren, man kennt das; und insofern dann einmal übertrieben worden ist, erklärt man die Chuzpe kurzerhand zur Satire. Auch das kennt man.

 

So far so good. Mich erfüllt es jedenfalls mit ganz besonderer Freude und zugegeben auch Erleichterung, dass uns, unser Festival, unser Publikum und nicht zuletzt die Stadt Hall heuer SchriftstellerInnen beehren, deren Stimme weltweit gehört wird – allen voran die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller.

 

Ich durfte heuer eine Ehrung der Stadt Hall entgegennehmen, eine Ehrung, die ich in gewisser Weise als stellvertretend für das Team und das Festival sehe. Einen herzlichen Dank dafür. Und ein Dankeschön an alle AutorInnen, die Sprachsalz 2019 durch ihre Anwesenheit auszeichnen. Das sind also Herta Müller, Durian Sukegawa («Kirschblüten und rote Bohnen»; Eröffnungsfilm der Filmfestspiele von Cannes 2015) Vladimir Sorokin, Marie Modiano, Zoltán Danyi, Elke Heidenreich, Ernst Molden und viele mehr ... Und nicht zuletzt gilt mein Dank unserem Publikum!

 

Heinz D. Heisl