Sprachsalz
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Foto von O. P. Zier
© Lukas Beck
O. P. Zier lebt in St. Johann in Salzburg

Meine erste Begegnung mit O. P. Zier liegt inzwischen 35 Jahre zurück. Es war bei den Rauriser Literaturtagen und O. P. Zier war als damals Zwanzigjähriger bereits eine fixe Größe in der Literaturszene. Veröffentlichungen in den „Manuskripten“, zahlreiche Textbeiträge in der legendären Ö3 Musikbox, Auftritte bei der „Leselampe“ in Salzburg usw.
Bis zum heutigen Tag ist O. P. Zier in all seinen Romanen, Filmdreh­büchern, Hörfunkarbeiten immer wieder auf sein Hauptthema „Provinz“ eingegangen.
Als ich die ersten Seiten seines letzten Romanes Tote Saison gelesen hatte, dachte ich zuerst an eine Groteske, eine Farce, angesiedelt in der Salzburger Kulturpolitik. Dieser erste Eindruck wurde bestätigt, wobei die Alltagsrealität in einer Dichte auftritt, die passagenweise kaum auszuhalten ist. Stilistisch meisterhaft erzählt (und das ohne Brüche über 400 Seiten), inhaltlich facettenreich, ironisch, bissig, bösartig, zynisch, klar, realistisch, nie platt und von einem Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Zudem liefert der Autor in seinem Roman Porträts von einer Plastizität und einer Gnadenlosigkeit, wie ich sie selten zuvor gelesen habe. O. P. Zier, ein Autor, der das Thema Österreichische Provinz literarisiert hat wie kaum ein anderer vor ihm.

ES



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Bücher-Auswahl:
  Tote Saison Roman 2007 Residenz St. Pölten; Vom Diesseits der Wünsche ins Jenseits ihrer Erfüllung Gedichte 2005 O. Müller Salzburg; Himmelfahrt Roman 1998; Sturmfrei ­Roman 2001; Schonzeit Roman 1996 alle im Otto Müller Verlag Salzburg; Traumlos Erzählungen 1977 Winter Salzburg.