© Susanne Schleyer 2005
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Juri Andruchowytsch
lebt in Iwano-Frankiwsk (Stanislau) und Lviv (Lemberg)
Geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, oder „in der Mitte Europas“ wie Andruchowytsch gerne sagt. Er studierte Journalistik und begann als Lyriker. 1985 war er Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992), Moscoviada (1993), Perverzija (1999), mit denen er die postsowjetische Realität thematisiert und die unter anderem rasch ins Polnische und Russische übersetzt wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. 2000 (2004 auf Deutsch) erschien Mein Europa (mit Andrzej Stasiuk), Ergebnis einer gemeinsamen Reise durch den unbekannten europäischen Osten, das ihn gleich als brillanten Essayisten ausweist. Der „Buchpreis zur Europäischen Völkerverständigung 2006“ wurde ihm anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse verliehen. Mit seinen Romanen und Essays zertrümmert er weise und elegant unser westliches Bild vom Osten und vom Westen gleichermaßen. Galizische Grandesse trifft auf welterfahrene Nüchternheit, habsburgische Melancholie begegnet postsowjetischer Tristesse. Andruchowytsch gelingt es somit als einem der ersten, ein literarisches Biotop für zukünftige gesellschaftliche Entwürfe zu schaffen.
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Geheimnis 2008; Engel und Dämonen der Peripherie 2007; Moscoviada 2006; Zwölf Ringe 2005; Mein Europa (zusammen mit Andrej Stasiuk) 2004; Das letzte Territorium 2003 alle Suhrkamp. |
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