Wäscherei P
EEine Einladung zum Verlassen der Literatur-Herberge (und zur Rückkehr) . . .

Wunderbar, wenn das Haller Parkhotel nun schon zum vierten Mal zur Literatur-Herberge wird. Doch lädt das „Sprachsalz-Team“ am 15.9. auch zum „Verlassen“ des Hotels ein, zu einer kleinen Wanderung durch ein Areal in der Nähe, das (auch) Hall ist.

Eine Freitag-Abend-Lesung findet wie im Vorjahr (unvergesslich: Colum McCann, der nach dem Wäscherei-Abend 2005 schrieb: „I cherish my Sprachsalz-days and perhaps my favourite reading ever there at the laundry“) in der „Wäscherei P“ statt, der Kulturstation des Psychiatrischen Krankenhauses. Im Frühjahr 2001 wurden dort tonnenschwere Wasch- und Bügelmaschinen der ehemaligen Klinik-Wäscherei abgebaut und stattdessen eine Bühne, Bar und Scheinwerfer installiert. 5 Jahre und mehr als 120 Veranstaltungen später lebt der Raum. „Wäscherei P“ steht für trans-kulturelle Prozesse, Partizipation und interdisziplinäre künstlerische Begegnungen.

Am 15. 9. werden die Wäscherei-Türen für eine lange „Sprachsalz“-Freitagnacht geöffnet, für eine ganz spezielle szenische Lesung mit Kathrin Röggla und dem Schauspieler Leopold von Verschuer. Sie selbst beschreiben es so:

„die ansprechbaren“
gelesen von Kathrin Röggla und Leopold von Verschuer
(„bei null“, „gesundheitsapostel“, „totficken.totalgespenster.topfit“)
Drei Texte, Dramatik und Prosa: Angehörige, die in Komplizenschaften ausbrechen, Teile von Ehegesponsen und Ehegespinsten, sowie andere Gespenster, die ihre Abhängigkeiten durchdeklinieren müssen und sich anfeuern in ihrer fanatischen Sorge um den anderen, Übergriffigkeiten, die sich gewaschen haben. Bringen wir es auf den Punkt: Ein Krankheitsgewinn lässt sich eben nicht so leicht unterbrechen.

Und so lade auch ich ein: Verlassen sie das Hotel für ein paar Stunden; die Rückkehr wird sicher umso schöner . . .

Voller Vorfreude aufs Festival
Jens Tönnemann
www.waescherei-p.at


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