Sprachsalz 2011 - vollständige Autorenliste

(Pressemitteilung Sprachsalz 2011, 18. Juli 2011)

 

Das Programm ist komplett: Vom 9. bis 11. September kann man sich bei den Internationalen Literaturtagen Sprachsalz in Hall in Tirol wieder auf literarische Überraschungen, Höhepunkte der Vortragskunst und eine Vielfalt an Literaturempfehlungen freuen.

 

Dem Konzept, bei freiem Eintritt Autorinnen und Autoren ihrer ganz persönlichen Wahl mit einer breiten Zuhörerschaft zu teilen, sind die OrganisatorInnen auch in diesem Jahr treu geblieben. Magdalena Kauz, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter und – in diesem Jahr erstmals – Urs Heinz Aerni zeichnen verantwortlich für ein vielstimmiges Festival-Programm, das abseits von Trends, Bestseller- und Neuerscheinungslisten jährlich mehr Besucher begeistert. Erwartet werden u. a. der russische Schriftsteller Mikhail Shishkin und der Schweizer Lyriker Urs Allemann. Gespannt sein darf man auf das in Kooperation mit den Klangspuren stattfindende Konzert und anschließende Gespräch mit dem britischen Dramatiker Martin Crimp und dem Komponisten George Benjamin. Mit dem 1925 geborenen Gerald Stern ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen amerikanischen Lyriker bei Sprachsalz zu erleben, als Patenschaft von Stern wurde die US-amerikanische Lyrikerin Anne Marie Macari eingeladen. Neben den österreichischen AutorInnen Irene Prugger, Norbert Gstrein, Angelika Reitzer und Christian Steinbacher kann man sich auf den deutschen Autor und Übersetzer Carl Weissner freuen, der im letzten Jahr absagen musste. Der Schweizer Werner Morlang wird von Sonderlingen und Sonderfällen der Weltliteratur berichten und der Schriftsteller Taras Prochasko erzählt über seine ukrainische Heimat. Neue Wort- und Bildwelten eröffnen Monica Cantieni (Schweiz) und Katrin de Vries (Deutschland). Bestens unterhalten wird man beim großen Sprachsalz-Abend unter anderem vom Schweizer Duo Ohne Rolf, die eine etwas andere Sicht auf die Literatur bieten. Zsuzsanna Gahse (Ungarn/Schweiz) lässt die Donau klingen und mit Maketa Groves (USA) ist einmal mehr eine faszinierende Stimme der Beat-Literatur bei Sprachsalz zu Gast. Bis zuletzt nicht verraten werden die AutorInnen der beiden Überraschungslesungen.

 

 

 

SPRACHSALZ-AUTORINNEN 2011:

 

Urs Allemann (Schweiz) – Seine Lyrik ist Action für die Synapsen: Er bearbeitet den Sprachkörper auf allen Ebenen und ist außerdem ein grandioser Vorleser mit Witz und Esprit.

 

Monica Cantieni (Schweiz) – Die Schweizerin bringt den Roman "Grünschnabel" mit nach Hall, dessen Protagonistin Wörter in Streichholzschachteln sammelt und in einer hinreißenden Sprache die Welt entdeckt.

 

Martin Crimp (Großbritannien) – Er ist einer der gefragtesten Dramatiker des Gegenwartstheaters: Martin Crimp, von dem das Libretto zu George Benjamins Komposition „Into the Little Hill“ stammt, ist in Kooperation mit den Klangspuren zu Gast bei einem Konzertabend im Kurhaus und wird eine szenische Lesung aus seinen Stücken gestalten.

 

Zsuzsanna Gahse (Schweiz/Ungarn) – In ihrem neuen Lyrikband „Donauwürfel“ formt sie Sprache in Quadrate und lässt den breiten Strom in einem poetischen Flussbett klingen.

 

Maketa Groves (USA) – Die Beat-Poetin aus San Francisco ist in Louisiana aufgewachsen und ihre Gedichte versprühen den Zauber des Südstaaten Blues.

 

Norbert Gstrein (Österreich) – In seinen Romanen beherrscht der in Hamburg lebende Schriftsteller kunstvoll das literarische Rollenspiel und regt immer wieder zu Diskussionen um den Wahrheitsgehalt von Literatur an.

 

Anne Marie Macari (USA, Patenschaft von Gerald Stern) – Die Gedichte der US-Amerikanerin zeugen von „kindred humor, quietness, fierceness and plain integrity”, so eine Kritikerin, bei Sprachsalz ist sie u. a. mit ihrem Band „She Heads into the Wilderness“ zu Gast.

 

Werner Morlang (Schweiz) – Er ist Publizist, Übersetzer und Herausgeber, u. a. Mitherausgeber von Robert Walsers mikrografischem Nachlass. In Hall wird er von Sonderlingen und Sonderfällen der Weltliteratur berichten.

 

Ohne Rolf (Schweiz) – Christof Wolfisberg und Jonas Anderhub sorgen als Duo Ohne Rolf bei ihrer plakativen Show mit feinem Humor und absurdem Witz für eine etwas andere Sicht auf Literatur.

 

Taras Prochasko (Ukraine) – Der ukrainische Schriftsteller gehört im deutschen Sprachraum noch immer zu den Geheimtipps: In seinem Buch "Daraus lassen sich ein paar Erzählungen machen" entwirft er ein ebenso ironisches wie absurd-realistisches Bild der Ukraine des 20. Jahrhunderts. 

 

Irene Prugger (Österreich) – Die Tiroler Autorin mit dem leichtfüßigen Tonfall, der scheinbar locker die Abgründe des Lebens ergründet, eröffnet das Festival mit den Geschichten aus ihrem neuen Erzählband "Letzte Ausfahrt vor der Grenze".

 

Angelika Reitzer (Österreich) – In ihren Texten gelingt es Angelika Reitzer, die Stimmen einer ganzen Generation einzufangen, sprachlich präzise und mit viel poetischem Tiefgang.

 

Mikhail Shishkin (Russland) – Es dauerte lange, bis der erste Roman des preisgekrönten Autors auf Deutsch erschien: Jeder, der "Venushaar" liest, kommt zur Frage, warum dieser Autor erst jetzt im deutschsprachigen Raum entdeckt wurde.

 

 

Christian Steinbacher (Österreich) – Steinbacher versöhnt in seinen Texten experimentelle und traditionelle Verfahren der Dichtkunst und geht dabei eigenwillig schöne Verknüpfungen aus streng konstruierten und frei assoziierten Motiven ein.

 

Gerald Stern (USA) – Mit dem 1925 geborenen Gerald Stern ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen amerikanischen Lyriker bei Sprachsalz zu sehen und zu hören – u. a. mit seiner Werkschau „Early Collected Poems, 1965 – 1992“.

 

Katrin de Vries (Deutschland) – Die Prosa-Geschichten der deutschen Erzählerin wecken sie starke Bildwelten im Kopf der Zuhörer, die lange nachwirken. Eine Entdeckung bei Sprachsalz!

 

Carl Weissner (Deutschland) – Er hat mit seinen Übersetzungen von Texten von Bob Dylan, Frank Zappa und vor allem Charles Bukowski Furore gemacht. Bei Sprachsalz kann man sich auf eigene Texte freuen.

 

 

Kooperationspartner: Medienturm Ablinger.Garber, Klangspuren

Hauptsponsoren: Stadt Hall, Land Tirol, Bundeskanzleramt KUNST, Parkhotel Hall

Weitere Sponsoren und Partner: Kulturregion Hall-Wattens, Tirol Werbung, Thalia Wagnersche Buchhandlung, Literar Mechana, Pro Helvetia, Der Standard, Café Central, ULB, IZA, Tiroler Tageszeitung, Tiroler Versicherung, Retterwerk Mercedes Hall, VI Knallgrau, Lampe Reisen, Fondation Bartels zum kleinen Markgräflerhof Basel.

 

(In der Wäscherei P findet dieses Jahr keine Sprachsalz-Veranstaltung statt. Wir bedanken uns bei der TILAK/Wäscherei P für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.)

 

Über Ihr Interesse freuen sich die OrganisatorInnen:

Valerie Besl, Magdalena Kauz, Max Hafele, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Urs Heinz Aerni

 

 

Bei Rückfragen:

Valerie Besl, presse@sprachsalz.com

 

Pressemitteilung Sprachsalz 2011, 20. Mai 2011

9. Internationale Literaturtage Sprachsalz

9. – 11. September 2011, Hall in Tirol

 

Ein Fest für Ohren, Köpfe und Herzen: Vom 9. – 11. September wird bei den Internationalen Literaturtagen Sprachsalz in Hall in Tirol die Literatur gefeiert. Anbei erste Autorennamen sowie ein Gespräch über Bewährtes und Neues mit den Organisatoren Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Magdalena Kauz und Urs Heinz Aerni.

 

Das Zentrum der Literaturtage Sprachsalz ist auch in diesem Jahr das Parkhotel in Hall in Tirol, wo Hotellounge, Säle und Terrassen belesen werden. Eingeladen sind rund 20 Autoren, unter anderem Mikhail Shishkin, der in „Venushaar“ raffiniert und stilistisch virtuos ein Jahrhundert russischer Geschichte erzählt sowie der englische Dramatiker Martin Crimp, von dem das Libretto zu George Benjamins Komposition „Into the little Hill“ stammt. In Kooperation mit den Klangspuren wird dazu ein Konzertabend im Kurhaus Hall stattfinden. Aus der Schweiz werden Zsuzsanna Gahse mit ihrem poetischen Band „Donauwürfel“ und Monica Cantieni mit ihrer schrägen wie kunstvollen Entwicklungsgeschichte „Grünschnabel“ erwartet. Ein Höhepunkt sind wie jedes Jahr die Lesungen der Beat-Literaten, darunter die US-Amerikanerin Maketa Groves und ihre Gedichte, die „fast, fun, and funky“ sind. Freuen kann man sich weiters auf Norbert Gstrein, von dem zuletzt der Erzählband „In der Luft“ erschienen ist, sowie auf Irene Prugger, die als Tiroler Autorin traditionellerweise die Literaturtage eröffnet.

 

Mehr Infos zu den erwarteten Autoren erfahren Sie ab Juli. 

 

 

Die Sprachsalz Organisatoren Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Magdalena Kauz und Urs Heinz Aerni im Gespräch:

 

Sprachsalz findet heuer zum neunten Mal statt und verzeichnet nach wie vor jährlich mehr Besucher. Wie erklären Sie sich den Erfolg?

 

Heinz D. Heisl: Die Qualität des Festivals ist ganz sicher, dass es hier viele unterschiedliche literarische Stimmen zu entdecken gibt, die man nicht allerorten hört. Die stimmungsvollen Leseorte im Haller Kurhaus und Parkhotel und im Medienturm Ablinger.Garber tun das ihrige dazu. Das Organisatorenteam, zu dem neu auch Urs Heinz Aerni gehört, den unser Publikum bereits als Moderator kennt, arbeitet seit neun Jahren ehrenamtlich, aber mit viel Herzblut. Da haben Buchmarkt-Kalkül und das Schielen nach Bestsellern keinen Platz.

 

Urs Heinz Aerni: Genau mit dieser Frage wandte ich mich beim letzten Mal an Besucher und Autoren. Die meisten Besucher schätzen die Kombination aus bekannten Namen und Neuentdeckungen. Für vielen Autoren ist Sprachsalz ein einzigartiges Fest für die Literatur. Und die persönliche Note rund ums literarische Wort wurde für „Sprachsalz“ zum Markenzeichen.

 

Was unterscheidet Sprachsalz von anderen Festivals?

 

Magdalena Kauz: Wir versuchen, das Wort und die Sprache wirken zu lassen, fernab von Event und Sensation. Das Publikum kann Ohren, Köpfe und Herzen öffnen, ganz ohne wertende Vorurteile oder Berührungsängste. Das Gleiche gilt eigentlich für die anwesenden Autoren. Und wir Organisatoren tun es ebenso. 

 

Wenn man zurückblickt, was macht Kontinuität aus? 

 

Urs Heinz Aerni: Vor meiner Berufung ins Kuratorium verfolgte ich das Festival als Journalist und Moderator, und immer wieder tat die Stabilität in Sachen Qualität, Standort und Stimmung gut. Man reist quasi nach Hause und ist gespannt, was an neuen Texten bereit liegt.

 

Elias Schneitter: Der Umstand, dass das Festival nach wie vor bei freiem Eintritt stattfindet, also jeder und jede die Möglichkeit hat, alle Lesungen zu besuchen, ist und bleibt eine Konstante. Auch versuchen wir, nicht größer zu werden, sondern höchstens besser. Das Gefühl, am Sprachsalz-Wochenende ein hochkarätiges Festspiel der Literatur zu erleben, das aber trotzdem überschaubar, locker und zwanglos genossen werden kann, sozusagen vom Barhocker im Parkhotel aus, soll erhalten bleiben. 

 

Gestartet ist Festival mit der Devise „von Autoren für Autoren“ – stimmt das nach wie vor?

 

Heinz D. Heisl: Mehr denn je, das gehört ja eigentlich zum Rezept. Dadurch, dass nicht nur die Hauptorganisatoren, sondern auch viele der Mitarbeiter Schreibende sind, entsteht eine besondere Anziehungskraft. Deswegen gelang es auch, Autoren wie den Nobelpreisträger Kenzaburo Oe, Georg Kreisler, Frank McCourt oder Michel Butor davon zu überzeugen, nach Hall zu reisen.

 

Welches sind die Highlights in diesem Jahr?

 

Heinz D. Heisl: Jedes Festival beginnt stark und gut besucht mit der Eröffnungslesung eines heimischen Autors, die in diesem Jahr auch gleichzeitig eine Buchpräsentation ist. Heuer wird Irene Prugger ihren Erzählband „Letzte Ausfahrt vor der Grenze“ vorstellen. Wir freuen uns sehr über die Zusage des englischen Dramatikers Martin Crimp, der unter anderem auch das Libretto zu George Benjamins musikalischer Komposition „Into the little Hill“ geschrieben hat. Dieses Jahr kooperieren wir für einen Konzertabend im Kurhaus Hall mit den Klangspuren. 

 

Elias Schneitter: Natürlich sind auch wieder überraschende Stimmen aus der amerikanischen Beatszene dabei: So etwa die wirblige Maketa Groves aus San Francisco.

 

Urs Heinz Aerni: Es fällt mir schwer, von „Highlights“ zu reden, wenn doch das Festival als solches eines ist. Sehr gespannt bin ich auf den in Russland und den USA bereits sehr bekannten Autoren Mikhail Shishkin. Aus der Schweiz reist u.a. Zsuzsanna Gahse an, die es sprachlich fertig bringt, die Donau in einen Würfel zu verwandeln.

 

Nächstes Jahr feiert Sprachsalz das zehnjährige Jubiläum – gibt es Änderungen am Konzept?

 

Elias Schneitter: Wir halten es da wie mit den Überraschungslesungen, zu denen wir ja jedes Jahr einen oder zwei Autoren einladen, deren Namen jeweils erst bei der Lesung verraten werden. Das Publikum darf also im zehnten Jahr auf Überraschungen gefasst sein.

 

Wird das Maskottchen Otto der Mops, den das treue Sprachsalzpublikum schon kennt, ebenfalls kommen diese Jahr?

 

Heinz D. Heisl: Selbstverständlich, Otto hat zugesagt, wir freuen uns!

 

   

Pressekonferenz Sprachsalz: Donnerstag 25. August 2011, 11.00 Uhr Parkhotel Hall

Parkhotel-Autoren-Empfang: Donnerstag, den 8. September 2011, ab 19.00 Uhr 

(geschlossene Veranstaltung für geladene Gäste, Presse willkommen)

 

Kooperationspartner:  Medienturm Ablinger.Garber, Klangspuren

Hauptsponsoren: Stadt Hall, Land Tirol, Bundeskanzleramt KUNST, Parkhotel Hall

Weitere Sponsoren und Partner: Kulturregion Hall-Wattens, Tirol Werbung, Thalia Wagnersche Buchhandlung, Literar Mechana, Pro Helvetia, Der Standard, Café Central, ULB, IZA, Tiroler Tageszeitung, Tiroler Versicherung, VI Knallgrau, Lampe Reisen, Fondation Bartels zum kleinen Markgräflerhof

 

(In der Wäscherei P findet dieses Jahr keine Sprachsalz-Veranstaltung statt. Wir bedanken uns bei der TILAK/ Wäscherei P für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.)

 

Über Ihr Interesse freuen sich die Organisatoren: 

Valerie Besl, Magdalena Kauz, Max Hafele, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Urs Heinz Aerni

 

Bei Rückfragen:

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