Artur Becker

Lebt in Verden


Nach einer Lesung stand Artur Becker auf und bedankte sich beim Publikum in einer Pose, als läge hinter ihm ein anderer k.o. geschlagener Autor auf den Brettern. Genau so schreibt er; mit Energie, Dampf, Ironie und in einer hohen Kunst des Humors, des Abrechnens, aber mit einer Hingabe an seine Figuren, denen nichts Menschliches fremd ist. Becker stammt aus Polen und schreibt in Deutschland auf Deutsch. Er liebt das Fabulieren, das Karikieren. Was er mit der deutschen Sprache bewerkstelligt, kann nur einer, der nicht in derselben geboren ist, aber sie mag. Dieses osteuropäische Hintergrundgeräusch in seinen Geschichten tut dem Deutsch dergestalt gut, dass man ihn nicht nur gerne liest, sondern auch live erlebt. Als ich ihn eingeladen habe, war er zwischen Venedig und Berlin unterwegs. Er fragte, wie das so sei, hier bei uns in Hall. Wir erklärten es ihm, das Festival, das Publikum, die Stadt, das Ambiente. Seine Zusage traf postwendend ein. Freuen Sie sich auf einen Autoren, der Ihnen heiße Ohren und Herzen schreibt, mit seinen Menschen und ihren Schicksalen à la Roadmovie, die weit weg zu scheinen sind und doch in uns alle stecken.

 

uha

 

Bücher:

Der Lippenstift meiner Mutter 2010; Wodka und Messer Roman, 2008 beide Weissbooks Frankfurt; Die Zeit der Stinte Roman 2006 dtv München; Das Herz von Chopin Roman 2006; Kino Muza Roman 2003 beide Hoffmann und Campe Hamburg; Ein Kiosk mit elf Millionen Nächten Gedichte 1998; Der Gesang aus dem Zauberbottich 1998 beide Edition Stint Bremen.

 

Website:

www.arturbecker.de

Leseprobe von Becker auf unserem Weblog.