Robert Bober
Lebt in Paris
Irgendetwas, scheint mir, dürfte wohl an dem Spruch dran sein der da meint: Das Glück liebe die Sieger, versuchte ich doch bereits seit Jahren diesen Schriftsteller an das Sprachsalz-Festival zu bekommen. Und von Jahr zu Jahr musste ich irgendwann mein Bemühen einstellen. Bis zum heurigen Jahr, dem Jubiläumsjahr und dem Jahr des Bank Austria Preises. Als wäre es ein Leichtes, fügte sich alles und der für mich (neben Michel Butor) herausragende französische Schriftsteller Robert Bober sagte zu. Wer sein Buch Was gibt’s Neues vom Krieg? gelesen hat, weiß, von welch literarischem Format ich hier spreche. „Man lacht auf jeder Seite, man liest eine Zeile und lächelt und es zerreißt einem das Herz. Durch diesen Roman klingen auf mysteriöse Weise ferne, unbekannte Töne, Musik aus einer anderen Welt" (André Schwartz). Zum Festival kommt er, der neben seinem schriftstellerischen Schaffen auch als Dokumentarfilmer tätig ist und sich als Assistent von Truffaut einen Namen machte mit seinem neuen Buch Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen. Paris Anfang der 60er Jahre: Der junge Bernhard Appelbaum agiert als Student in Jules und Jim und kommt über Truffauts berühmten Film der eigenen Familiengeschichte auf die Spur.
PS: Bober wird nebst seinem Auftritt bei Sprachsalz auch noch einen Filmabend auf Einladung des Institut Français und des Leokino bestreiten: Mit Truffauts Film „Jules et Jim", 17.9., 19 Uhr (französische Veranstaltung).
hdh
Bücher:
Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen Roman 2011; Berg und Beck Roman 2000; Was gibt’s Neues vom Krieg? Roman alle Verlag Antje Kunstmann GmbH München.

